Die Fachschaft Deutsch stellt sich vor.

O schönes Kopfschütteln
Über der unbestreitbaren Wahrheit!

Bertolt Brecht, Lob des Zweifels


Im Fach Deutsch setzen 14 Kolleginnen und Kollegen darauf, dass in einer Zeit der Veränderungen und Verkündigung neuer Wahrheiten die schöne Übung des Zweifelns besonders wichtig ist.
Wir bemühen uns, die Anforderungen der Bildungsstandards mit den bewährten Zielen, Inhalten und Methoden des Deutschunterrichts zu verbinden.
Wir engagieren uns für einen Unterricht, der einerseits den pragmatischen, auf den so genannten Erwerb von Kompetenzen ausgerichteten Anforderungen gerecht wird. Die sprachliche Ausdrucksfähigkeit auch im schriftlichen Bereich ist uns ein wichtiges Anliegen. Die Produktion zusammenhängender Texte (Aufsätze) wird deshalb trotz „Vergleichsarbeiten“ nicht vernachlässigt. Der Grammatik- und Rechtschreibunterricht soll die Entfaltung der Ausdrucksfähigkeit unterstützen. „Offene Unterrichtsformen“ erweitern die Methodenvielfalt.

Auch fördern wir die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler durch eine zusätzliche Unterrichtsstunde (Poolstunde) in der Textverarbeitung am PC in Kl. 5. Außerdem haben wir ein Curriculum entwickelt, das den Schülern im Laufe der Klassen 7 bis 10 die Fähigkeit und die Fertigkeiten zu erfolgreichem „Referieren und Präsentieren“ vermitteln soll. Die „praktische Rhetorik“ hat einen besonderen Stellenwert erhalten. Im Schulcurriculum legen wir auf das „szenische Verfahren“ , das den Schülern eine ganzheitliche und aktive Mitarbeit ermöglicht, ein besonderes Gewicht.

Andererseits messen wir nach wie vor der herkömmlichen Textarbeit einen hohen Stellenwert bei. Im Sinne der Hermeneutik wollen wir den Schülern zu mehr Selbsterkenntnis und historischer Reflexion verhelfen. Wir stehen der „gestaltenden Interpretation“ aufgeschlossen gegenüber. Denn sie ermöglicht eine identifizierende Beschäftigung mit dem Text und dient der Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler. Wir halten aber auch an der analytischen Textarbeit fest. Durch vielfältige Methoden setzen wir darauf, dass sich die Distanz der Schülerinnen und Schüler zu manchem historischen Text in Neugier verwandelt. Dadurch kann sich Distanz gegenüber Entwicklungen unserer eigenen Zeit einstellen. Dies fördert die Selbstständigkeit der jungen Menschen. Verstand und Gefühl sollen in gleicher Weise angesprochen werden. In diesem anspruchsvollen Sinne bildet die Freude am Lesen ein Ziel des Literaturunterrichts.

Inhaltlich und methodisch bemühen wir uns um einen ganzheitlichen Deutschunterricht, der sowohl den intellektuellen als auch den emotionalen und sozialen Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler gerecht wird.
Zur Zeit erhalten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5 fünf Stunden Deutschunterricht und zusätzlich steht uns zur Differenzierung in einem Halbjahr eine Poolstunde zur Verfügung, in der wir jeweils mit der Hälfte der Klasse arbeiten. Dies soll eine bewegliche, auf die Bedürfnisse der Schüler eingehende Unterrichtsgestaltung ermöglichen und den Übergang von der Grundschule ins Gymnasium abfedern. Integriert in den Deutschunterricht der Klasse 5 ist außerdem die Förderung der Methodenkompetenz im Hinblick auf  das „Lernen lernen“ und die Lesefähigkeit.
In den Klassen 6, 7, 9 und 10 umfasst der Deutschunterricht vier Wochenstunden, in Klasse 8 sind es drei Wochenstunden.
Das von uns verwendete Lehrbuch in Klasse 5 bis 10 ist "deutsch.ideen" (Schroedel).