• Schelztor GymnasiumEsslingen am Neckar
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Geschichte

Woher kommt der Name unseres Gymnasiums?

Bei seiner Einweihung im Jahr 1877 lag der alte Backsteinbau (heute befindet sich in dem Gebäude das Landesdenkmalamt) vor dem Schelztor-Turm am Stadtrand – fast im Grünen.

Das Schelztor war Teil jener Befestigung, die zum Schutz der Pliensauvorstadt erbaut wurde und stammt vermutlich aus dem späten 13. Jh.

Nach dem Umzug im Jahr 1979 befindet sich das Schelztor-Gymnasium im Esslinger Norden im Stadtteil Serach. Der ursprüngliche Name der Schule wurde beibehalten.

Von der Realanstalt zum Schelztor-Gymnasium Esslingen

Das Schelztor-Gymnasium Esslingen kann auf über 175 Jahre geschichtlicher Tradition zurückblicken.

So beherbergte das alte Schulhaus an der Berliner Straße über 100 Jahre unter wechselnden Namen die gleiche Schule: die Realanstalt, die Oberrealschule, die Schelztor-Oberschule und schließlich bis 1979 das Schelztor-Gymnasium, bis dann im Jahre 1979 die Schule in das heutige Gebäude an der Barbarossastraße 85 einzog.

Als zu Beginn des 19. Jahrhunderts neben der klassischen Lateinschule immer mehr ein „Unterricht fürs praktische Leben in lebenden Sprachen und Realien“ (übersetzt „wirkliche Dinge“ z.B. Naturwissenschaften) für notwendig erachtet wurde, durfte 1810 an der Lateinschule in Esslingen ein Realunterricht für „Professionisten“, d.h. solche Schüler, die nicht studieren wollten, eingeführt werden.
Der neue Zug fand bald regen Zulauf, sodass am 21.Mai 1838 ein Leiter dieser neu eingerichteten, selbstständigen Oberrealklasse, der späteren Oberrealschule in sein Amt eingeführt wurde. Es ist sicher gerechtfertigt, diesen 21. Mai 1838 als den Geburtstag des heutigen Schelztor-Gymnasiums anzusehen.

In diese Schule, die nach ihren Statuten „die Bildung des Geistes und Herzens ihrer Zöglinge“ bezweckte und diese „mit den fürs bürgerliche Leben erforderlichen Kenntnissen auszurüsten suchte“ wurden Schüler von 14-16 Jahren und auch Erwachsene aufgenommen wie z.B. Apothekerlehrlinge, Kaufleute und Lehrer für naturwissenschaftliche Fächer.

Unterrichtsfächer waren Mathematik, Mechanik, Physik, Chemie, Technologie, Naturgeschichte, Zeichnen, Geschichte, Geographie, Deutsch, Religion, Französisch und später Englisch.

Die Schule muss einen guten Ruf gehabt haben, denn in den Schülerverzeichnissen von 1850 an finden sich als Heimatorte der Schüler außer Esslingen und Orten aus ganz Baden-Württemberg auch New-York, Moskau, Sidney, Krakau, Neapel, Bristol, Lyon, Wien und Zürich. Auch die Berufe der Väter sind weit gestreut. Sie reichen vom Schuster, Küfer, Rothgerber, Juristen, Offizier, Arzt, Pfarrer zum Fabrikanten, Stadtschultheiß, Kriegsminister und Hofmarschall des Kronprinzen. Söhne der bekanntesten Esslinger Firmenbesitzer dieser Zeit sind hier zur Schule gegangen, so R. Merkel und Julius Kienlin, die Söhne der Brintzinger, Deffner, Georgii, Quist, Berner, Falch, Schreiber und Wagner.

Mit dem Bekanntheitsgrad der Schule wurde das Gebäude am Blarerplatz bald zu klein. Am 15.10.1877 wurde dann das neue Realschulgebäude an der heutigen Berliner Straße eingeweiht. 1896 wurde die Oberrealschule schließlich „Vollanstalt“ mit der Berechtigung zur Abnahme der Reifeprüfung. 1906 wurde wahlfreier Lateinunterricht angeboten, 1908 das erste Mädchen in die Schule aufgenommen. In Folge blieb es bei nur wenigen Mädchen, bis dann 1969 endgültig die Koedukation eingeführt wurde.